Einleitung (Britta Harms, 2012)

Durch die Kommunikationsbarrieren zwischen Hörenden und Gehörlosen waren die gehörlosen Frauen von der weiblichen Emanzipation in der hörenden Gesellschaft lange Zeit weitestgehend abgeschnitten. Gehörlose und hörende Frauen kommen wegen der Kommunikationsschwierigkeiten nur selten in einen informativen Austausch und im Arbeitsleben zeigt sich, dass gehörlose Frauen gegenüber hörenden Frauen häufig benachteiligt werden. Um dieser Benachteiligung entgegenzuwirken und Informationsdefizite zu beheben, haben gehörlose Frauen verschiedene Selbsthilfegruppen organisiert. Ziel und Zweck dieser Gruppen ist es, den informativen Austausch zwischen gehörlosen Frauen zu fördern.

Auch auf der Verbandsebene gibt es Frauenbeauftragte, die sich für die Rechte gehörloser Frauen einsetzen, Informationen zu frauenspezifischen Themen erarbeiten und anbieten und auch andere Aufgaben in der Verbandsarbeit erledigen.

Die Gehörlosengemeinschaft beteiligt sich auch am jährlichen „Welt-Frauentag“ in Form von speziellen Veranstaltungen für gehörlose Frauen.