Wer sind die Schwerhörigen? (Ines Helke, 2011)

Die Gruppe der Schwerhörigen setzt sich aus Personen zusammen, die „leicht schwerhörig“, „mittelgradig schwerhörig“, „hochgradig schwerhörig“ oder „an Taubheit grenzend schwerhörig“ sind.

Außerdem unterscheidet man zwischen „Frühschwerhörigen“ und „Spätschwerhörigen“.

Schwerhörige Menschen tragen meist Hörhilfen in Form eines Hörgeräts oder eines Cochlea Implantats.

Wenn z.B. eine hörende Person im Laufe ihres Lebens ertaubt, fällt die Entscheidung meist auf ein Cochlea Implantat, weil dieses Implantat das verlorene Hörvermögen wieder herstellen kann.

Bei der Freizeitgestaltung und dem sozialen Umfeld schwerhöriger Menschen gibt es ganz unterschiedliche Präferenzen: Es gibt Schwerhörige, die sich am Liebsten nur in der hörenden Welt bewegen und dort Kontakte pflegen. Dann gibt es andere Schwerhörige, die sich am Liebsten mit anderen Schwerhörigen austauschen und wiederum andere, die sich in der Gebärdensprachgemeinschaft am Wohlsten fühlen.

Wer also als Schwerhöriger die Gebärdensprache beherrscht, hat bezüglich der Kommunikation die größte Auswahl und kann sich in allen drei Gruppen einbringen.